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Das DOC - Qualitätsweinbaugebiet Alentejo mit seinen acht Untergebieten liegt im Süden von Portugal. In den weiten Ebenen dieses vom mediterranen Klima geprägten Gebietes wachsen Trauben aus jahrhundertalten Rebsorten, die mit Ihrer besonderen Qualität diesem Klima entsprechen. Bei einer Oberfläche die einem Drittel des Landes entspricht, leben hier nur 4% der Bevölkerung. Der Weinbau mit 22.000 ha entspricht 10% der Gesamtfläche und die Erntemenge sogar nur 8% des Landes.
Der Alentejo, gekennzeichnet durch seine wechselhafte Geschichte, besitzt einen grossen Reichtum an weitgehend erhaltener Architektur. Die Geschichte des Weinbaus laesst sich bis in die Zeit der Römer und Phönizier verfolgen. Seinen Höhepunkt erreichte der Weinbau zum Ende des 17. Jahrhunderts durch das portugiesische Handelsabkommen mit England.
Die Landschaft des Alentejos ist vielseitig mit Naturparks und ausgedehnten Jagdflächen, die sich mit traditioneller Landwirtschaft (Korkeichen, Olivenbäume, Getreide- und Weinbau) abwechseln. Die hohe Ertragsfähigkeit der Böden wird beschränkt durch die Trockenheit der heissen regenfreien Sommermonate.
Der Alentejo mit seinen ausdrucksvollen Weinen unterscheidet sich von den bekannten europäischen Weinbaugebieten. Bei den Rotweinen beeindruckt die Komplexität verschiedener Gerbstoffe und die kräftige Farbe, bei den Weissweinen eine oft erstaunliche Fruchtigkeit des Aromas. Die Eigenständigkeit der Rebsorten, die hier Ihren genetischen Ursprung haben und deshalb den klimatischen Bedingungen besser entsprechen als die bekannten Allerweltsrebsorten, ist wesentlich für die Zukunft der Vermarktung.