Das Weingut

Die Quinta de São Jorge liegt im nord-westlichen Teil des Alentejos in MONTEMOR-O-NOVO, ungefähr 100 km von Lissabon entfernt und gehört zum DOC-Anbaugebiet ÉVORA. (20km entfernt)
 Évora, die Hauptstadt des Alentejos, ist das geistige Zentrum des Alentejos. Die Gebäude entstammen dem Mittelalter mit Zeugnissen der römischen Vergangenheit. Die ersten Referenzen über Weinbau kommen aus der Zeit, als Klöster und hohe Kirchen das Land gegen die Sarazenen verteidigten. Die Universität hat grosse Verdienste um die qualitative Neuorientierung des Weinbaus und ist mit Forschungsprojekten mit der Quinta de São Jorge in bezug auf Pflanzenselektion verbunden.
 Granitverwitterungs- und metamorphe Sedimentböden bestimmen die Bodenstruktur der Zone. Korkeichen und andere Wälder, Schaf- und Rinderweiden mit Steineichenbestand, Olivenhaine und Getreidebau wechseln sich im Weinbaugebiet um Evora ab.
 Zeit verfügt das Weingut über 60 ha Weinbau, wobei die Rebanlagen rund um Montemor-o-Novo auf die verschiedenen Quintas verteilt sind.
 Die weissen Trauben werden nach der Kühlung nur entrappt, um keine Bitterstoffe in den Most zu bekommen und dann direkt ohne Pumpe (Presse liegt unterhalb des Entrappers) in die Presse eingefüllt. Die Pressen sind alle pneumatisch, um eine schonende Verarbeitung der Trauben zu gewährleisten.
 Von der Presse aus geht der Most direkt in Edelstahltanks, welche in einer Kühlkammern stehen. Dort wird der Most bei 12º C langsam, unter ständiger Kontrolle vergärt.
 Danach erfolgt der 1. Abstich und die Temperatur wird auf -1ºC , bis zur vollständigen Stabilisierung des Weines, heruntergefahren.
 Die Rotweine haben einen eigenen abgeschlossenen Sektor und wir verfügen über drei verschiedene Arten der Gärführung:
 
 

  •  offene Maischegärung (Typ Lagar)
     

  •  Maischegärung mit schwimmenden Tresterhut, Umpumpen des Inhaltes und Berieselung
     

  •  horizontalen Rotogärtank (Patent Australien)

  •  Je nach Art der Gärführung bleibt der Most ein bis zwei Wochen auf der Maische, um seine Tannin- und Farbausbeute zu maximieren.
     Durch die hohen Temperaturen im Süden Portugals müssen auch die Rotweine während der Gärung immer gekühlt und täglich mehrmals kontrolliert werden.
     Die Maische wird dann in pneumatischen Pressen gekeltert und zum biologischen Säureabbau in Edellstahltanks gelegt.
     Erst nach Beendigung des Säureabbaus, werden die besten Weine in Holzfässer aus französischer und amerikanischer Eiche zur weiteren Verfeinerung gelegt.